Hermann-Neuton-Paulsen-Schule

Markus Heckert erzählt aus seinem Leben in der DDR

Am Montag, den 8.12.25 erlebten die Klassen 8, 9 und 10 der HNPS eine ganz besondere Geschichtsstunde: Pastor Markus Heckert, der heute auf Pellworm lebt und im Ruhestand ist, besuchte unsere Schule, um den Schülerinnen und Schülern von seinem persönlichen Weg durch die DDR-Diktatur zu berichten. Eine Stunde lang hörten die Jugendlichen bewegt, erstaunt und nachdenklich zu.

Pastor Heckert wuchs in der DDR auf – in einem Staat, der äußerlich Ordnung und Gleichheit versprach, aber im Inneren durch Kontrolle, Angst und Anpassungsdruck geprägt war. Als Sohn eines Pastors galt er von klein auf als „nicht konform“. Das Regime misstraute kirchlichen Familien, und schon in der Schule bekam er dies täglich zu spüren. Lehrer hänselten ihn, stellten ihn bloß und machten ihm klar, dass ein Kind, das Fragen stellte und das sozialistische Gesellschaftsmodelle kritisierte, kaum Chancen haben würde. Gleichzeitig erzählte er aber auch von Menschen, die trotz aller Risiken zu ihm hielten und ihm Kraft gaben.

Trotz guter Leistungen verweigerte man ihm anfangs den Weg zum Abitur – ein Schicksal, das viele Jugendliche erlitten, die nicht in das Weltbild der SED passten. Und doch berichtete Markus Heckert davon, dass er immer wieder Wege fand, die man ihm eigentlich versperren wollte.

Besonders eindrücklich schilderte er die Situation in den Anfangsjahren der DDR, als politische Gegner verfolgt, inhaftiert oder sogar getötet wurden. 

Als er den Wehrdienst antreten musste, konnte er Bausoldaten werden und vermied so die Ausbildung an der Waffe. Aber für Bausoldaten waren die Aufgaben oft gefährlich und menschenverachtend: Er musste Minen und Munition aus dem Zweiten Weltkrieg räumen. Fast alle Bausoldaten aus seiner Einheit bezahlten diese Arbeit mit dem Leben. Pastor Heckert überlebte – doch seine Lunge ist bis heute durch chemische Belastungen geschädigt.

Die Schülerinnen und Schüler hörten tief betroffen zu, als er davon berichtete, dass auch Menschen, denen er vertraute – sein bester Freund und sogar seine damalige Freundin – als inoffizielle Mitarbeiter für die Stasi tätig waren. Diese Enttäuschung prägte ihn nachhaltig.

Mit der friedlichen Revolution 1989 erlebte Markus Heckert zum ersten Mal, dass Widerstand erfolgreich sein kann. Er betonte, wie wichtig es sei, Mut zu haben – selbst dann, wenn man nicht weiß, wie die Geschichte ausgeht. 

Nach der Stunde wurde in den Klassen intensiv darüber gesprochen, wie wertvoll Freiheit, Demokratie und Menschenrechte sind – Werte, die heute selbstverständlich wirken, aber hart erkämpft wurden. 

Die Begegnung mit Markus Heckert war mehr als ein Geschichtsunterricht – sie war ein Einblick in ein Leben, das von Unrecht, Mut, Glauben und der Hoffnung auf Veränderung geprägt ist. Ein großer Dank gilt ihm für seine Offenheit und dafür, dass er unsere Schülerinnen und Schüler an seiner Geschichte als Zeitzeuge teilhaben ließ.

Adventssingen im Haus Helma

Am Donnerstag, 4.12.2025 waren die Zebradelfine (Klasse 3/4) zum Singen in das Haus Helma eingeladen. Direkt nach dem Schwimmunterricht machte sich die Klasse auf den Weg in die Pellwormer Pflegeeinrichtung. Die letzten Jahre waren die Kinder immer im Zuge des Ernte-Dank-Festes zu Besuch im Haus Helma, dieses Jahr verschob sich der Besuch aber in den Dezember. 

Nach einer freundlichen Begrüßung präsentierten die Grundschülerinnen und Grundschüler Herbstgedichte. Diese hatten die Schülerinnen und Schüler im November in Kleingruppen erarbeitet und konnten sie nun stolz noch einmal vor größerem Publikum vorstellen.

Im Anschluss sangen die Kinder gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern klassische Weihnachtslieder. Es war ein sehr schöner und bewegender Chor, an dem alle eine große Freude hatten.

Im Anschluss wurde noch eine kleine Vorstellrunde durchgeführt. Die Kinder erzählten z.T. auf Platt, wer sie sind und wo sie wohnen und die Bewohnerinnen und Bewohner erzählten, welche Tätigkeit sie früher auf Pellworm nachgegangen sind.

Wir hatten alle eine schöne gemeinsame Zeit und freuen uns im nächsten Jahr auf ein Wiedersehen.

Herzlich willkommen auf unserer Homepage!

Schön, dass Sie bei uns vorbeischauen! Wir sind die kleine Inselschule auf Pellworm und genau das macht uns besonders: unsere Schülerinnen und Schüler begleiten und fördern wir ganz individuell, da unsere Klassen klein sind. So entsteht eine familiäre Atmosphäre, in der Lernen Freude macht und jeder seinen Platz findet.

Beim Stöbern auf unserer Homepage entdecken Sie Berichte, Rückblicke und Einblicke in unser buntes Schulleben. Nehmen Sie sich Zeit, klicken Sie sich durch – es gibt vieles zu entdecken.

Und falls Sie Fragen haben: Die Schulleitung und das gesamte Kollegium sind jederzeit gerne für Sie da.

Viel Freude beim Erkunden unserer Schule!

 

Herzliche Grüße

Ihr Markus Bürger

Schulleiter


Weihnachtsfeier in der Neuen Kirche

Am 17. Dezember um 18.30 Uhr feierte die HNPS ihre diesjährige Weihnachtsfeier in der Neuen Kirche – ein Abend, der vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die Kirche war mit rund 250 Besucherinnen und Besuchern bis auf den letzten Platz gefüllt und bot einen stimmungsvollen Rahmen für ein außergewöhnlich vielfältiges Programm.

Alle Schülerinnen und Schüler unserer Schule wirkten mit und präsentierten ihre Klassenprojekte. Dabei wurde eindrucksvoll sichtbar, wie kreativ, facettenreich, ideenreich und zugleich christlich sich unsere Schulgemeinschaft mit dem Weihnachtsfest auseinandersetzt. Neben besinnlichen Momenten gab es auch nachdenkliche und kritische Beiträge, die Fragen aufwarfen wie: Was brauchen wir wirklich an Weihnachten? Muss Technik immer im Mittelpunkt stehen – oder geht es nicht vielmehr um Gemeinschaft, Liebe, Familie und die Geburt Jesu?

Mehrere Klassen präsentierten Sketche zum perfekten Weihnachtsfest, unter anderem auf Plattdeutsch. Die Klasse 7/8 begeisterte mit einem humorvollen, plattdeutschen Beitrag, einem Weihnachtsmann-Casting, das für viele Lacher sorgte. Ebenfalls auf Platt wurde von der Klasse 9 das perfekte Fest als Sketch auf die Bühne gebracht und gezeigt, dass bei aller Liebe zur Perfektion doch das Miteinander das Wesentliche ist. Die Klasse 10 setzte sich kreativ mit dem Thema Künstliche Intelligenz zu Weihnachten auseinander und stellte die Frage, wie Technik unser Zusammenleben beeinflusst – um am Ende bewusst zur Familie, zum gemeinsamen Spiel und zum Miteinander zurückzukehren.

Die Klasse 5/6 gestalteten das Lied „Es kommt ein Schiff geladen“ in einer besonderen Dialogform, in der die einzelnen Strophen inhaltlich vorbereitet und vertieft wurden. Die Grundschulklasse 3/4 führte ein traditionelles Krippenspiel auf, das durch textsichere, lebendige und mit großer Bravour gespielte Rollen überzeugte. Die Klasse 1/2 rundeten die Krippenszene ab, indem sie mit der Tierwelt zur Krippe kamen und so das Geschehen liebevoll ergänzten.

Begleitet wurde das Programm von sorgfältig ausgewählten Weihnachtsliedern. Ein großer Dank gilt Pastorin Catherine Heckert und Markus Heckert, die uns im Vorfeld intensiv unterstützt haben, bei der Liedauswahl und mit Gitarrenbegleitung. Sie haben auch die Proben mit großem Engagement an drei Tagen zuvor begleitet. Ebenso danken wir dem Team von Rolf Holsteiner vom Bauhof für den Bühnenaufbau.

Diese Weihnachtsfeier hat einmal mehr gezeigt: Es gibt kaum einen schöneren Ort, um Weihnachten zu feiern, als die Neue Kirche. Es war ein fabelhafter Abend, getragen von Gemeinschaft, Glauben, Musik und der großen Freude unserer Schülerinnen und Schüler.

Bestätigung als Nationalpark-Schule

Die HNPS hat erneut die Rezertifizierung als Nationalpark-Schule erhalten. Die Urkunde wurde von Michael Kruse, Leiter der Nationalparkverwaltung in Tönning und Evelyn Schollenberger, zuständig für die Nationalpark-Schulen, überreicht – eine klare Anerkennung für die kontinuierliche und verlässliche Arbeit unserer Schule im Biosphärenreservat.

Die Rezertifizierung bestätigt unser Engagement im Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Unsere Schule liegt in der Entwicklungszone, die für unsere Schülerinnen und Schüler einen besonderen und unmittelbaren Lern- und Lebensraum darstellt.

In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Projekte gezeigt, wie stark nachhaltiges und regionales Lernen an unserer Schule verankert ist: die Ausbildung von Watt-Expertinnen und Watt-Experten im Jahrgang 5, die Arbeit im Mensa-Garten, das Sturmflutprojekt der Klassen 5/6, die Wanderung nach Süderoog, das „Jugend forscht“-Schülerprojekt zur Herzmuschel und vielfältige Lerntage im Nationalparkgebiet sowie eine Klassenfahrt nach Hooge und die enge Kooperation mit der dortigen Schule.

Die erneute Bestätigung zeigt, dass unsere Schule im Lebensraum Wattenmeer fest verwurzelt ist und nachhaltiges Lernen großgeschrieben wird.