Archiv

Unsere Themen im Rückblick

In unserem Archiv finden Sie alle Artikel, die nicht mehr aktuell sind, aber weiterhin interessant und lesenswert bleiben. Die Beiträge sind chronologisch geordnet – die neuesten stehen dabei stets oben. So behalten Sie jederzeit den Überblick über Vergangenes und können bequem in älteren Meldungen stöbern.

21.11.2025

Bundesweiter Vorlesetag auch an der HNPS - "Vorlesen spricht deine Sprache“

Am 21. November feierten wir an unserer Schule wieder den bundesweiten Vorlesetag – die erste Schulstunde stand ganz im Zeichen der Freude am Lesen. Das diesjährige Motto „Vorlesen spricht deine Sprache“ macht deutlich, wie vielfältig Geschichten sein können und wie wichtig jede einzelne Stimme ist: Vorlesen schafft Verständnis, stärkt den Austausch, fördert das Miteinander und legt eine grundlegende Basis fürs Lernen.

Unsere Fünft- und Sechstklässler haben sich dieses Motto zu Herzen genommen. Jedes Kind hat sich ein besonderes Buch ausgesucht – ob Märchen, Abenteuergeschichten oder spannende Sachtexte – und sich in kleinen Vorleseteams zusammengetan. Sie besuchten die Grundschulklassen und lasen den Jüngeren vor.

Für beide Seiten war das ein wunderbares Erlebnis: Die Kleinen hörten gebannt zu, freuten sich und lachten und ließen sich von den Geschichten mitreißen. Unsere großen Vorleser wiederum freuten sich über begeisterte Rückmeldungen und viel strahlende Wertschätzung.

Es war ein rundum gelungener Start in den Tag – schön, spannend und herzlich.

Und eines steht fest: Nächstes Jahr sind wir wieder dabei!

12.11.2025

Wenn Geschichte lebendig wird – Schülerinnen und Schüler der Hermann-Neuton-Paulsen-Schule erzählen die Sturmflut von 1825 in neuen, fantasievollen Sagen

Ein besonderer Abend im Bürgerhaus ließ am Mittwoch, den 12.11.2025, um 19:30 Uhr Geschichte lebendig werden. Unsere Schülerinnen und Schüler der Doppelklasse 5/6 präsentierten ihre selbstgeschriebenen Sagen – inspiriert von alten germanischen Erzählungen und vom historischen Sturmflutereignis des Jahres 1825, das Pellworm und die Halligen schwer getroffen hatte.

Mit großem Mut, Fantasie und spürbarer Begeisterung brachten die Kinder ihre kreativen und fantasievollen Texte auf die Bühne. Viele standen zum ersten Mal vor Publikum – und doch wuchsen sie über sich hinaus. Trotz Lampenfiebers zeigten sie eine beeindruckende Mischung aus Ausdruckskraft, Persönlichkeit und erzählerischem Talent. Jede Darbietung war einzigartig, und gemeinsam schufen die Schülerinnen und Schüler einen Abend, der das Publikum tief berührte.

Besonders schön war das Miteinander der beiden Jahrgänge: Die neuen Fünftklässler, die erst seit Kurzem Teil der Klasse sind, führten durch den Abend. In kleinen Interviews befragten sie die Sechstklässler, die ihre eigenen Sagen verfasst hatten – über Götter und Mächte, über sagenhafte Orte, über Mut, Verlust und Neubeginn. Dadurch entstand ein lebendiger Austausch, der das Publikum auf die Geschichten einstimmte und gleichzeitig zeigte, wie intensiv sich die Kinder mit ihren Themen auseinandergesetzt hatten.

Auch im Kunstunterricht wurde das Projekt fachübergreifend weitergeführt. Unter der Leitung von Regine Neunzig entstanden farbenfrohe Plastiken aus bunt bemaltem Schaumstoff – Wellen, Sturmfluten, Inseln und mythische Gestalten. Diese Kunstwerke wurden während der Aufführung auf die Leinwand projiziert und ließen die Bühne in ein stimmungsvolles Gesamtbild aus Licht, Farbe und Fantasie eintauchen.

Begleitet wurde das Projekt von Angela van Dijk, der Vorsitzenden des Kulturausschusses der Gemeinde Pellworm, die die kreative Idee von Beginn an unterstützte. Ein herzlicher Dank gilt auch Magdalena Hanft von der Gemeinde, die im Hintergrund für Organisation und Ablauf sorgte. Jan Onnasch und Thomas Tallowitz kümmerten sich als Tontechniker mit viel Engagement für ein stimmiges Farb- und Klangbild, das beeindruckte.

Natürlich war allen Beteiligten bewusst, dass im Jahr 1825 längst niemand mehr an germanische Götter glaubte. Diese Vorstellungen prägten die nordische Welt bis etwa ins 5. Jahrhundert n.Chr., bevor zwischen 800 und 1000 n.Chr. das Christentum auch in Nordfriesland Fuß fasste. Diese historische Freiheit haben die Schülerinnen und Schüler bewusst genutzt: Sie verbanden ein reales, tragisches Ereignis mit der mythischen Gedankenwelt früherer Zeiten – und schufen so eine neue, kreative Perspektive auf das Vergangene.

Das Publikum zeigte sich begeistert: Die Aufführung war kurzweilig, tiefgründig und überraschend zugleich – eine Verbindung aus Geschichte, Kunst und Fantasie, die viele berührte. Es war spürbar, wie viel Herzblut, Neugier und Eigeninitiative in diesem Projekt steckten. So entstand ein Abend, der nicht nur künstlerisch beeindruckte, sondern auch zeigte, wie lebendig Lernen und gemeinsames Schaffen sein können.

Ein Abend, der in Erinnerung bleibt – weil er bewiesen hat, dass Kreativität die Vergangenheit neu zum Sprechen bringen kann.

M. Bürger

5.11.25

23.09.2025

Autorenlesung mit Stephanie Lunkewitz – „Ich war Eva Diamant“

Am 23. September hatten alle Schülerinnen und Schüler der Hermann-Neuton-Paulsen-Schule die besondere Gelegenheit, einer eindrucksvollen Lesung beizuwohnen: Die Autorin Stephanie Lunkewitz stellte ihr Bilderbuch „Ich war Eva Diamant“ vor.

Das Werk erzählt die Geschichte der damals zwölfjährigen Eva Diamant, die als jüdisches Mädchen in Budapest verschleppt, ins Konzentrationslager gebracht und von ihren Eltern getrennt wurde – und dennoch überlebte. In einer kindgerechten, zugleich eindringlichen Sprache gelingt es der Autorin, das Grauen des Holocaust zu vermitteln, ohne in Brutalität zu verfallen. Vieles wird angedeutet und behutsam erzählt, sodass gerade jüngere Leserinnen und Leser verstehen können, ohne überfordert zu werden. Obwohl vieles nur angedeutet wird, geht das Buch in die Tiefe und lässt das Unsägliche erahnen. 

Eine zentrale Rolle spielt Evas blauer Mantel – von ihrer Mutter genäht – der für Kindheit, Hoffnung und den Glauben ans Leben steht. Dieses Symbol hat Eva getragen, als sie das Unfassbare überstehen musste.

Besonders bewegend war, wie Stephanie Lunkewitz während der Lesung immer wieder zwischen der Geschichte Evas und ihrem eigenen Leben hin und her wechselte. Die Autorin, die mittlerweile mit ihrer Familie in Los Angeles lebt, hat bei dem verheerenden Brand in Kalifornien ihr Zuhause verloren, doch die originalen Illustrationen zu diesem Buch retten können. Acht Jahre lang arbeitete Stephanie Lunkewitz an diesem Werk – und machte dabei deutlich, wie sehr Eva Diamant für sie selbst zur Freundin geworden ist.

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 bis 10 hörten aufmerksam zu und stellten im Anschluss zahlreiche Fragen, die von großem Interesse und Ernsthaftigkeit zeugten. Sie wurden durch diese Begegnung selbst zu „Zeugen der Zeitzeugen“. Damit tragen sie die Verantwortung, die Erinnerung an das Geschehene wachzuhalten und weiterzugeben.

Ein besonderer Dank gilt auch Nadja Kossak, Literaturagentin, die den Kontakt hergestellt und ermöglicht hat, dass Stephanie Lunkewitz nicht nur im Bürgerhus eine Lesung hielt, sondern auch unsere Schule besuchte.

Die Botschaft dieser Lesung war klar und eindringlich: Wir alle sind gefordert, ein Leben in Freiheit und Würde zu gestalten, uns gegenseitig zu respektieren – und Antisemitismus keinen Platz zu lassen.

Ein großes Dankeschön an Stephanie Lunkewitz für diesen bewegenden und nachhaltigen Vormittag!

 

Bild: Stephanie Lunkewitz erzählt über ihr Buch – im Hintergrund auf dem Flat Panel ist Eva Szepesi zu sehen, die ihr Kinderbild in den Händen hält, als sie noch Eva Diamant hieß.

18.09.25

So hautnah erleben Schülerinnen und Schüler die HUSUM WIND 

Berufsorientierung bei der Messe: Die HUSUM WIND bietet Einblicke in die Welt der Erneuerbaren Energien und macht Erlebnisse hautnah erlebbar. Wir haben mit ME2BE mit Schülern und ihren Lehrern Rundgänge über die Messe gemacht – ihre Reaktionen sprechen für sich.

Berufsorientierung auf der Messe: Einblicke in die Welt der Erneuerbaren Energien

Ole Rathjen ist Klassenlehrer der 10. Klasse an der Hermann-Neuton-Paulsen-Schule auf Pellworm. Rathjens Kollegen waren Silke Koch und Daniel Schluckebier. Die drei haben die Messe im Rahmen der Berufsorientierung besucht und den Schülerinnen und Schülern der Gemeinschaftsschule Möglichkeiten aufzeigen wollen, was im beruflichen Alltag alles möglich ist. 

Mutprobe in der Ausstellungshalle: Mit Steigschutz hoch hinaus

Am Stand von Meißner Sicherheitstechnik GmbH und Eder Maschinenbau konnten die Schüler und ihre Lehrer Steigschutzausrüstungen gegen Absturz ausprobieren und sich mit Sebastian Schindel von der Firma Meißner unter die Decke der Ausstellungshalle hieven lassen. Sie bekamen so einen Eindruck von der Arbeit der Unternehmen an den Türmen von Windkraftanlagen. 

Stimmen der Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte: „Das war richtig cool und beeindruckend“

Zaara (14) besucht die 9. Klasse und sagte, nachdem sie hoch über ihren Klassenkameraden gehangen hatte: „Ich hatte eine sehr gute Aussicht. Das war sehr schön.” Ihre ein Jahr jüngere Schulkameradin aus der 8. Klasse, Marlene, fügte hinzu: „Es war total toll und wirklich hoch.” Auch Daniel Schluckebier, Klassenlehrer der 8. Klasse und zugleich Landeswettbewerbsleiter des Schülerwettbewerbs „Jugend forscht”, traute sich und sagte sichtlich beeindruckt: „Das war richtig cool und beeindruckend. Man fühlt sich echt sicher in dem Sicherheitssystem” und fügte hinzu, dass er gern noch weiter hinauf möchte: „Ich würde gern mal auf 160 Meter Höhe rauf.”

Experiment mit Knallgas: Faszinierende Chemie zum Anfassen

Am zweiten Stand, den die Schülergruppe besuchte, wartete ein spannendes Experiment. Christian Jaffke von KWS Energy Knowledge eG stellte Knallgas her. Das Wasserstoffexperiment war bereits vorbereitet worden und zeigte den Schülern das hochexplosive Gemisch von Wasserstoff und Sauerstoff, ehe der Rundgang zu den Messeständen von Deutsche Windtechnik und der ABE Gruppe führte. 

Einblicke in die Praxis: Von Trafostationen bis zum Windanlagen-Service

Bei der ABE Gruppe konnten die Schüler Fragen rund um das Thema Anlagen und Betriebstechnik der Energieversorgung stellen. Sie bietet maßgeschneiderte Lösungen für zum Beispiel Trafostationen mit verschiedenen Spannungen und Leistungen. Das Unternehmen Deutsche Windtechnik, unter anderem mit Niederlassungen in Ostenfeld bei Husum und Eggebek ist seit mehr als 20 Jahren bekannt in der Branche. Es bietet vollumfassenden Service aller wichtigen Technologien von Windenergieanlagen – onshore und offshore.

TEXT Markus Till

FOTO Reinhard Witt

(https://me2be.de/so-hautnah-erleben-schuelerinnen-und-schueler-die-husum-wind/ (Stand: 01.10.25).