MINT

Jugend forscht

Jugend forscht– Was wir im letzten Schuljahr 2025/26 alles bewegten

Zwar war das Schuljahr 2025/2026 das Kürzeste seit langem, für die MINT-Aktivitäten hieß das aber keineswegs, dass auch hier gekürzt werden muss. Ganz im Gegenteil, das kurze Schuljahr war ein Jahr voller vielfältiger Aktivitäten:

Mathematikolympiade

Wie üblich startete das MINT-Jahr mit der Matheolympiade der Grund- und Gemeinschaftsschulen im Herbst. Mit den Teams, die sich in der Schulrunde der Grundschule qualifiziert hatten, ging es in Begleitung von Daniel Schluckebier und eines Elternteils, wie bereits im Vorjahr, über Nacht in die Husumer Jugendherberge, um morgens ausgeruht in der Klaus-Groth-Schule an den Aufgaben der Kreisrunde zu knobeln. Die Schulsieger:innen der Gemeinschaftsschule konnten, nachdem die Fahrt im Vorjahr nicht stattfinden konnte, ebenfalls in Begleitung von Daniel Schluckebier an der Kreisrunde, hier an der Theodor-Storm-Schule in Husum, teilnehmen.

First LEGO League 

Im Januar trat der WPU-Kurs LEGO Robotics von Ole Rathjen beim Regionalwettbewerb der First LEGO League an der HAW in Kiel an. Nach vielen Extratrainings in den Ferien und an Wochenenden fuhr das Team für ein Wochenende nach Kiel und konnte dort insgesamt drei Pokale für Pellworm erringen. Am Wettbewerbstag unterstützte ein Team von Familien, Lehrkräften und Ehemaligen der Schule vor Ort und auch die Archäologin Dr. Ruth Blankenfeldt, die als Rungholtexpertin gilt und dem Team bei der diesjährigen Forschungsthematik zum Atlantis der Nordsee mit Rat und Tat zur Seite stand, feuerte „Robostorm Pellworm“ kräftig an.

Jugend forscht

Ebenfalls im Januar, war Daniel Schluckebier, in seiner Rolle als Landeswettbewerbsleiter für Jugend forscht in Schleswig-Holstein, gemeinsam mit Dr. Jessica Bönsch, der Geschäftsführenden Vorständin der Stiftung Jugend forscht e.V.  zu Gast bei Dr. Dorit Stenke, der Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur, um die erfolgreiche Entwicklung des Wettbewerbs, den Anstieg von 200 Projektanmeldungen im Vorjahr auf 300 Projektanmeldungen in der aktuellen Wettbewerbsrunde und das Wachstum von drei auf fünf Regionalwettbewerbe in den letzten beiden Durchgängen vorzustellen. Zum Abschluss übergab er einen kleinen Gruß von Pellworm, verbunden mit der Einladung, die Inselschule einmal zu besuchen.

Wenn auch an der HNP-Schule in diesem Jahr kein eigener WPU-Kurs Jugend forscht zustande gekommen ist, so trug doch das neu eingeführte Lernbüro – ein projektorientiertes Arbeiten, in zwei Unterrichtsstunden pro Woche, ab der 3. Klasse – erste Früchte und eine dort präsentierte Arbeit von Anneliese Rathjen (Gem7) zur Untersuchung der Kommunikation von Meerschweinchen konnte von ihr weiterentwickelt und auf dem in diesem Jahr zum ersten Mal stattfindenden Jugend forscht Regionalwettbewerb im März in der Phänomenta in Flensburg vorgestellt werden. Für Ihre Arbeit, die im Lernbüro von Andrea Martensen und in der Weiterentwicklung für Jugend forscht von Tina Rathjen und Daniel Schluckebier betreut wurde, erhielt sie von der Jury den 3. Preis in der Alterssparte Jugend forscht junior im Fachgebiet Biologie.

Dies sollte nicht der letzte Besuch von Pellwormer Schüler:innen in der Phänomenta in diesem Schuljahr sein, denn aus anfänglichen Gesprächen zwischen Achim Englert, dem Geschäftsführer der Phänomenta und Daniel Schluckebier, zwecks eines nachmittäglichen Besuchs der Ausstellung mit Schüler:innen von Pellworm, entwickelte sich ein großartiges Projekt für den Schuljahresabschluss…

Girls Code Event der CAU Kiel

Ebenfalls im Frühjahr fand das Event „Girls Code“ des Fachbereichs Informatik an der CAU in Kiel statt. Erstmalig sollte auch den Mädchen der Nordfriesischen Inseln eine unkomplizierte Teilnahme ermöglicht werden. Dafür organisierte das Veranstaltungsteam in Kiel eine Online-Betreuung und so konnten sich die Teilnehmerinnen von Amrum und Pellworm von zuhause dazuschalten und nutzten den Samstag, anstelle einer komplizierten Anreise, komplett zum Programmieren und zum Austausch mit den Informatikerinnen. Britta Lindner von Amrum und Daniel Schluckebier von Pellworm betreuten die Schülerinnen vor Ort und waren begeistert von diesem großartigen Angebot für die MINT-Förderung von Mädchen.

Känguru der Mathematik

Auch in diesem Jahr nahmen wieder Schüler:innen von Klasse 3 bis sogar zur Klasse 9 am Knobelwettbewerb Känguru der Mathematik teil und konnten sich bei der Preisverleihung in der Schule über die alljährlichen, mit der Teilnahme verbundenen, Knobelspiele als Teilnahmepreise freuen. Besonders ausgezeichnet wurde Marie Meesenburg (Gem6), die das begehrte T-Shirt für den weitesten Kängurusprung – also die meisten vollständig und korrekt gelösten Aufgaben in Folge – erhielt.

TüftelEi-Wettbewerb

Nach den Osterferien wartete bereits das nächste Highlight aus dem MINT-Bereich auf die Pellwormer Schüler:innen: Seit Weihnachten hatten Jonna Petersen und Konrad Schluckebier (beide G3) mit ihren beiden Familien getüftelt, geschweißt und gelötet, um jeweils ein Fahrzeug aus reinem Kupferdraht herzustellen, mit dem ein rohes Hühnerei über eine möglichst weite Strecke sicher transportiert werden sollte.

Nachdem die beiden Fahrzeuge der Schulgemeinschaft in der Turnhalle bei einem Qualifying präsentiert und die eingesendeten Rennvideos von der Jury zugelassen wurden, ging es für beide Teams nach Schleswig zum Regionalwettbewerb.

Jonna und ihre Familie erhielten dort den Sonderpreis für die Grundschulteams und konnten sich damit zum Landeswettbewerb in Rendsburg qualifizieren, von dem sie mit einem weiteren Sonderpreis zurückkehrten. Zwar konnte der Titel der Landessieger:innen der Gemeinschaftsschule aus den Vorjahren nicht verteidigt werden, dennoch war die Begeisterung über diesen Erfolg eines Pellwormer Grundschulteams groß, ebenso wie die Freude darüber, dass der Landessieg in diesem Jahr ebenfalls an ein Team aus einer Schleswig-Holsteinischen Grundschule ging.

Abschluss des MINT-Jahres: Übernachtung in der Phänomenta

Zum Abschluss der MINT-Aktivitäten stand noch ein besonderes Highlight bevor. Aus dem bereits angesprochenen Austausch mit dem Geschäftsführer der Phänomenta hatte sich eine Einladung an die Pellwormer Schule entwickelt, nicht nur zum Ausstellungsbesuch am Nachmittag in der Phänomenta vorbeizuschauen, sondern gleich dort zu übernachten. Die Begeisterung über diese Einladung breitete sich im Team der Schule aus und so starteten im Juni die Klassen 3 bis 10, im Rahmen des jährlichen Schulaktionstages, gemeinsam zu einem kleinen Abenteuer kurz vor Schuljahresende. Nach dem Mittagessen auf Pellworm ging es mit der Fähre rüber nach Nordstrand, wo ein Bustransfer zur Phänomenta wartete. Der Nachmittag konnte dann genutzt werden, um die Ausstellung, die nur für die Pellwormer Schüler:innen geöffnet wurde, selbstständig zu erkunden. Im Anschluss ging es dann für die knapp 80 Schüler:innen und Lehrkräfte zum gemeinsamen Burger- und Pommes-Essen zu Peter Pane und danach zu einem Spaziergang an den Flensburger Hafen. Zurück in der Phänomenta wurden die Kinder und Jugendlichen mit Sofortbildkameras ausgestattet und gestalteten kreative Fotos und Poster mit den Exponaten der verschiedenen Ausstellungsräume. Während die ersten danach müde auf ihre Isomatte fielen und im Schlafsack schlummerten, saßen insbesondere die älteren Schüler:innen – dank Smartphonefreier Zone – noch bis spät am Abend zusammen und unterhielten sich in der Caféteria. Morgens war dies auch der Ort für das gemeinsame Frühstück, bevor der Vormittag vor der Rückreise noch für einen Stadtbummel und das obligatorische Festlands-Shopping genutzt werden konnte.

Im Namen des ganzen Teams sowie der Schüler:innen der HNP-Schule möchten wir uns bei der Phänomenta für dieses großartige Angebot bedanken und freuen uns darauf, bald wieder zu Besuch zu kommen.

Ein ganz großes Dankeschön geht an den Förderverein der Hermann-Neuton-Paulsen Schule, der uns in diesem Jahr besonders umfangreich finanziell unterstützt hat und ohne den diese ganzen Aktivitäten gar nicht möglich gewesen wären.

Und zu guter Letzt: 

Vielen Dank an euch Eltern und an das Team der HNP-Schule, dass ihr all diese Aktivitäten begleitet und unterstützt und natürlich an euch, liebe Schüler:innen, dass ihr mit so großer Begeisterung dabei seid!

Text: Daniel Schluckebier – Koordinator für MINT-Wettbewerbe und -Aktivitäten der Hermann-Neuton-Paulsen-Schule Pellworm

Fotos: Dr. Jessica Bönsch, Ole Rathjen, Daniel Schluckebier und Lisbeth Stiemcke